Stand: 2. Oktober 2026
KI im Unternehmen nutzen, ohne den Datenschutz aus der Hand zu geben
Unternehmen wollen mit KI arbeiten, ohne vertrauliche Inhalte ungeprüft an einen Cloud-Dienst zu übergeben. DOBY macht das möglich. Sie entscheiden bei jedem Dokument, was vertraulich ist. Identifizierende Angaben werden lokal auf Ihrem Gerät erkannt und pseudonymisiert, bevor ein Text ein KI-Modell erreicht. Diese Seite zeigt, wie DOBY sensible Daten schützt. Sie erfahren auch, wer beim KI-Einsatz welche Verantwortung trägt. Für öffentliche Organe richtet sich die rechtliche Beurteilung nach dem jeweils anwendbaren kantonalen Recht. Informationen darüber, wie VectorAgency selbst Personendaten bearbeitet, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
- Gruppen identifizierender Angaben, von Namen bis Referenznummern
- 6
- Trefferquote der Erkennung, je nach Typ*
- 95 bis 99,9 %
- Schutzschichten, von der lokalen Erkennung bis zu Ihrer Genehmigung
- 4
- Prompts und Antworten, die wir speichern oder auswerten
- 0
* Gemessen mit synthetischen Testdaten ausserhalb des Trainingssets.
Warum gehören vertrauliche Inhalte nicht direkt in ChatGPT?
Wenn Sie vertrauliche Inhalte im Klartext in ein öffentliches KI-Tool eingeben, geben Sie diese einem Drittunternehmen bekannt. Meist werden die Daten dabei in die USA übermittelt. Das betrifft Klienten- und Patientendaten sowie Personaldossiers, Verträge, Finanzzahlen, Kundeninformationen und interne Strategien. Sie verlieren damit die Kontrolle über Speicherung, Weiterverwendung und Zugriff. Das DSG verlangt bei besonders schützenswerten Personendaten erhöhte Sorgfalt und wirksame Schutzmassnahmen.
Bei Berufs- und Amtsgeheimnissen ist die Bekanntgabe besonders schwerwiegend. In Psychologie, Medizin, Sozialarbeit und Rechtsberatung kann bereits die Bekanntgabe an einen unbefugten Dritten eine Verletzung darstellen. Dies gilt unabhängig davon, was der KI-Anbieter mit den Daten macht.
Was sind besonders schützenswerte Personendaten?
Das Schweizer Datenschutzgesetz stellt bestimmte Datenkategorien unter besonderen Schutz. Wer diese Daten bearbeitet, unterliegt erhöhten Sorgfaltspflichten. Die Bekanntgabe an Dritte ist nur unter engen Voraussetzungen zulässig.
Das DSG zählt die folgenden sechs Kategorien zu den besonders schützenswerten Personendaten. Kantonale Gesetze sprechen von «besonderen Personendaten» und fassen den Kreis teilweise weiter.
Religiöse, weltanschauliche, politische oder gewerkschaftliche Ansichten oder Tätigkeiten, etwa die Konfession im Personaldossier oder eine Gewerkschaftsmitgliedschaft.
Gesundheitsdaten und Angaben zur Intimsphäre sowie zur Zugehörigkeit zu einer Rasse oder Ethnie. Beispiele sind eine Diagnose in der Arztpraxis und ein Therapiebericht aus einem psychologischen Institut.
Genetische Daten wie Resultate von DNA-Analysen aus medizinischen Abklärungen oder Abstammungsgutachten.
Biometrische Daten wie Fingerabdrücke oder Gesichtserkennungsdaten, sofern sie eine Person eindeutig identifizieren.
Verwaltungs- und strafrechtliche Verfolgungen oder Sanktionen von der Anzeige über das laufende Verfahren bis zum rechtskräftigen Entscheid, etwa in Gutachten und Mandatsdossiers.
Massnahmen der sozialen Hilfe wie Sozialhilfebezug, Beistandschaften oder Heimplatzierungen, dokumentiert in Fallakten von Sozialdiensten, Entwicklungsberichten aus Wohngruppen und Heimen oder Akten der Kinder- und Jugendhilfe.
Für öffentliche Organe gilt das Datenschutzrecht des jeweiligen Kantons. Dort können sich Begriffe, Rechtsgrundlagen und Prüfpflichten unterscheiden. Besonders schützenswerte und besondere Personendaten erfordern erhöhte Schutzmassnahmen. Wenn private Organisationen eine Einwilligung benötigen, muss diese ausdrücklich erfolgen.
Ohne Schutzmassnahmen gehören besonders schützenswerte, besondere oder andere vertrauliche Inhalte nicht in KI-Tools wie ChatGPT. DOBY ersetzt nicht diese Inhalte, sondern die Angaben, über die sich eine Person identifizieren lässt, etwa Namen, Adressen oder AHV-Nummern (welche Angaben DOBY erkennt). Eine Diagnose bleibt für die KI lesbar, lässt sich aber keiner Person mehr zuordnen. Nicht erkannte Stellen markieren Sie manuell oder entfernen sie vollständig. Das Beispiel weiter unten zeigt, wie das im Alltag funktioniert.
Welche Datenkategorien als besonders schützenswert gelten, definiert Art. 5 Bst. c DSG. Den kantonalen Begriff «besondere Personendaten» erläutert das Lexikon der Datenschutzbeauftragten des Kantons Zürich.
Was ist der Unterschied zwischen Pseudonymisierung und Anonymisierung?
Pseudonymisierung ersetzt identifizierende Angaben durch Platzhalter und bewahrt eine Zuordnungstabelle auf, mit der sich der Klartext wiederherstellen lässt. Anonymisierung ist endgültig: Der Personenbezug wird entfernt und lässt sich auch von der Stelle, die anonymisiert hat, nicht wiederherstellen.
Für die Fallarbeit ist Pseudonymisierung die praxistaugliche Form: Sie arbeiten intern mit vollständigen Akten, während das KI-Modell nur neutrale Platzhalter wie [PERSON_1] sieht. Entscheidend ist, wo die Zuordnungstabelle liegt. Bei DOBY bleibt sie verschlüsselt auf Ihrem Gerät.
Ohne die Zuordnungstabelle lassen sich die ersetzten Angaben nicht wiederherstellen. Diese Tabelle erreicht das KI-Modell zu keinem Zeitpunkt.
| Merkmal | Pseudonymisierung (DOBY) | Anonymisierung |
|---|---|---|
| Umkehrbarkeit | Ja, über die lokale Zuordnungstabelle | Nein, endgültig |
| Personenbezug für Externe | Durch Platzhalter deutlich erschwert, ein Restrisiko durch Kontext bleibt | Nicht herstellbar |
| Weiterarbeit mit der Akte | Möglich, Klartext bleibt lokal erhalten | Eingeschränkt, Bezug geht verloren |
| Was das KI-Modell sieht | Platzhalter wie [PERSON_1], [ADRESSE_2] | Keine oder nur generische Angaben |
Warum reicht es nicht, nur den Namen zu entfernen?
Ein Beispiel des EDÖB zeigt: Auch ohne Namen können wenige Einzelangaben eine Person eindeutig identifizieren. Wenn Sie die entsprechenden Kategorien aktivieren und die Erkennung bestätigen, ersetzt DOBY Angaben aus mehreren Kategorien. Dazu zählen etwa Personen und Merkmale, Adressen und Orte sowie Datums- und Altersangaben.
Im Originaltext
Frau, 42 Jahre, wohnhaft in Bauma, Behandlung wegen einer seltenen Erkrankung, Operationsdatum 12.07.2021.
Mit DOBY pseudonymisiert
Frau, [ALTER_1], wohnhaft in [ORT_1], Behandlung wegen einer seltenen Erkrankung, Operationsdatum [DATUM_1].
So bleibt die medizinische Aussage für das KI-Modell nutzbar, ohne dass sie sich ohne Weiteres einer realen Person zuordnen lässt.
Wie funktioniert die Pseudonymisierung in DOBY?
Vier Schutzschichten greifen ineinander: lokale Erkennung, zusätzliche Strukturprüfung, eigene Begriffslisten und Ihre Kontrolle. DOBY ersetzt erkannte Angaben durch konsistente Platzhalter. Erst wenn Sie das Dokument genehmigt haben, steht es für KI-Funktionen bereit. Der gesamte Vorgang läuft offline auf Ihrem Gerät.
DOBY erkennt Namen und Organisationen, Adressen und Orte, Kontaktangaben sowie Nummern wie AHV-Nummer, IBAN oder Fallnummer. Weitere Erkennungstypen wie Datum, Alter oder Religion schalten Sie in der App bei Bedarf dazu. Einzelne Treffer korrigieren Sie in der Prüfansicht.
Die vier Schutzschichten im Überblick
-
1. Lokale Erkennung
Ein für Schweizer Dokumente trainiertes Modell erkennt identifizierende Angaben direkt auf Ihrem Gerät, ergänzt um alle Schweizer Gemeinden und Kantone.
-
2. Zusätzliche Strukturprüfung
Prüft strukturierte Angaben wie Nummern, Datumsformate und Kontaktangaben zusätzlich. AHV-Nummern, IBAN und UID verifiziert DOBY anhand der Prüfziffer.
-
3. Eigene Begriffslisten
Berücksichtigt Namen, Orte und Fachbegriffe, die für Ihre Organisation wichtig sind.
-
4. Ihre Kontrolle
Sie prüfen und ergänzen das Ergebnis und genehmigen das Dokument, bevor Inhalte übertragen werden.
Was passiert nach der Erkennung?
Erkannte Angaben werden durch konsistente Platzhalter der Form [TYP_N] ersetzt, etwa [PERSON_1] oder [ADRESSE_2]. Dieselbe Person erhält im ganzen Dokument denselben Platzhalter, sodass das KI-Modell Zusammenhänge versteht, ohne Identitäten zu kennen. Jede Akte erhält ihre eigenen Platzhalter.
Sie prüfen jede Erkennung in der Oberfläche, korrigieren Fehler und genehmigen das Dokument. Die Erkennung arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten und nicht mit Gewissheit. Die Prüfung ist deshalb ein fester Teil des Ablaufs.
Die Trefferquote der Erkennung messen wir mit synthetischen Testdaten, die nicht im Trainingsset enthalten sind. Eine vollständige Erkennung kann DOBY nicht garantieren. Deshalb prüfen Sie jedes Ergebnis.
Antworten der KI enthalten dieselben Platzhalter. DOBY setzt die echten Angaben ausschliesslich lokal wieder ein, zur Anzeige oder beim Export. Die Zuordnungstabelle, die Platzhalter und Klartext verbindet, bleibt dabei auf Ihrem Gerät und wird nie an ein KI-Modell gesendet.
Auch frei eingegebene Chat-Texte sind geschützt. Bevor die App Ihre Eingabe sendet, ersetzt DOBY identifizierende Angaben automatisch durch Platzhalter, bei DOBY-Cloud ebenso wie bei eigenen API-Schlüsseln. Nennen Sie eine Person aus einem Dokument, mit dem der Assistent gerade arbeitet, verwendet DOBY denselben Platzhalter wie im Dokument. Neue Angaben erhalten einen temporären Platzhalter.
Auch gescannte Dokumente bleiben lokal: Die Texterkennung (OCR) läuft vollständig auf dem Gerät und unterstützt Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch.
Wie die Zuordnungstabelle und die lokale Datenbank verschlüsselt sind, beschreibt die Seite Informationssicherheit bei DOBY.
Wie gelangen Inhalte zum gewählten KI-Modell?
Originaldokumente und die Zuordnungstabelle bleiben lokal. DOBY-Cloud in der Schweiz erhält Ihre Anfragen (bei sensiblen Dokumenten nur mit Platzhaltern) oder eine Diktataufnahme. BYOK-Anfragen gehen direkt an den gewählten Anbieter.
Viele KI-Plattformen schalten einen zusätzlichen Zwischenserver zwischen Sie und das Sprachmodell. DOBY trennt stattdessen die lokale Arbeit von den gewählten KI-Kanälen: Schutz und Genehmigung finden auf Ihrem Gerät statt.
Prompts und Antworten erreichen die Plattform im Klartext: Der Schutz beruht auf deren Zusagen, nicht auf der Architektur.
Von Eingaben und Antworten im BYOK-Kanal erhält VectorAgency nichts, nur Nutzungsdaten ohne Inhalte.
Welche Daten der jeweilige Kanal erhält, bestimmen Sie vor der Übermittlung auf Ihrem Gerät.
Wohin fliessen Ihre Daten?
DOBY ist eine Desktop-App für macOS und Windows und bietet zwei KI-Kanäle. Bei sensiblen Dokumenten geht nur die Fassung mit Platzhaltern direkt vom Gerät an den Anbieter. Sie wählen zwischen DOBY-Cloud mit Open-Source-Modellen in der Schweiz und BYOK (Bring Your Own Key) mit Ihrem eigenen API-Schlüssel bei OpenAI, Anthropic oder Google. DOBY-Cloud ist ohne eigenen API-Schlüssel und ohne separates Anbieterkonto sofort einsatzbereit, BYOK ist optional.
| Kanal | Was übermittelt wird | Bearbeitungsort | Bekanntgabe ins Ausland |
|---|---|---|---|
Lokal Import, OCR, Erkennung, Pseudonymisierung | Bei lokalen Funktionen wird nichts übermittelt. Alle Daten bleiben auf Ihrem Gerät. Wenn Sie optionale Cloud-Backups nutzen, liegen diese verschlüsselt auf einem Schweizer Server. | Ihr Gerät | Keine |
DOBY-Cloud Open-Source-Modelle | Anfragen direkt vom Gerät, bei sensiblen Dokumenten nur mit Platzhaltern | Schweiz, zertifizierte Rechenzentren | Keine |
BYOK OpenAI, Anthropic oder Google | Anfragen direkt vom Gerät, bei sensiblen Dokumenten nur mit Platzhaltern | USA oder weltweit, je nach Anbieter | Ja. Identifizierende Angaben aus sensiblen Dokumenten nur als Platzhalter. Grundlage ist das Vertragswerk des Anbieters (Standarddatenschutzklauseln oder Swiss-U.S. Data Privacy Framework). |
Diktieren Sprache zu Text (DOBY-Cloud) | Die Diktataufnahme wird direkt vom Gerät übermittelt. Die DOBY-Cloud-Infrastruktur transkribiert sie in der Schweiz. Danach läuft die Erkennung auf Ihrem Gerät. | Schweiz, gleiche Infrastruktur wie DOBY-Cloud | Keine |
Auch die Aufbewahrung beim Anbieter unterscheidet sich je nach Kanal. DOBY-Cloud bearbeitet Anfragen und Diktataufnahmen in der Schweiz und bewahrt die Inhalte nicht auf. Im BYOK-Kanal gilt das Vertragswerk des jeweiligen KI-Anbieters. Üblich ist eine zeitlich begrenzte Speicherung zur Missbrauchskontrolle. Gemäss den Angaben der Anbieter werden Daten aus kostenpflichtigen API-Zugängen nicht für das Training verwendet. Nutzen Sie für BYOK deshalb einen kostenpflichtigen Zugang. Bei Google ist dieser für Nutzende in der Schweiz vertraglich vorgeschrieben.
Welche Daten bleiben auf Ihrem Gerät?
Verlässt das Gerät nie im Klartext
- Identifizierende Angaben in Dokumenten, die Sie als sensibel markieren
- Die Zuordnungstabelle, die Platzhalter und Klartext verbindet
Verlässt das Gerät nur pseudonymisiert oder verschlüsselt
- KI-Anfragen bei sensiblen Dokumenten: Platzhalter statt Klartext
- Cloud-Backups: bereits auf Ihrem Gerät verschlüsselt
- Inhalte, die Sie teilen (in der App: Freigabe): Ende-zu-Ende-verschlüsselt
Diktate: Die Aufnahme geht zur Umwandlung in Text an die DOBY-Cloud-Infrastruktur in der Schweiz und wird dort nicht aufbewahrt. Die Erkennung läuft danach auf Ihrem Gerät.
Was als sensibel gilt, steuern Sie pro Dokument. Die automatische Erkennung zielt auf identifizierende Angaben aus den sechs beschriebenen Kategorien. Vertrauliches ohne Personenbezug, etwa eine Rezeptur, Preiskalkulation oder interne Strategie, erkennt DOBY nicht von selbst: Solche Stellen markieren Sie manuell, oder Sie nutzen für das Dokument DOBY-Cloud. Dann bleiben auch Inhalte ohne Platzhalter in der Schweiz und werden nur von VectorAgency und ihrem Schweizer Rechenzentrum bearbeitet. Diktate folgen demselben Schweizer Weg: Die Aufnahme wird über die DOBY-Cloud-Infrastruktur zu Text, danach greift auf Ihrem Gerät die Erkennung wie bei getipptem Text. Nicht sensible Dokumente, etwa Vorlagen oder Handbücher, können Sie bewusst im Klartext senden.
Optionale Dienste wie das Cloud-Backup und das Teilen von Dokumenten nutzen Schweizer Infrastruktur und speichern Inhalte bei VectorAgency ausschliesslich verschlüsselt. Agenten und Vorlagen für Arbeitsabläufe (Blueprints), die Sie mit Partnerorganisationen teilen, enthalten keine Dokumentinhalte. Sie sind für uns lesbar gespeichert und deshalb nicht für Personendaten vorgesehen. Details dazu finden Sie unter Informationssicherheit bei DOBY.
Werden Ihre Daten zum Training von KI-Modellen genutzt?
Nein. VectorAgency sammelt, analysiert oder verkauft Ihre Dokumente nicht und trainiert damit keine KI-Modelle. Wir werten die Inhalte Ihrer Dokumente nicht aus und verwenden sie nicht für Trainingszwecke.
Davon zu unterscheiden ist ein Training in Ihrem Auftrag: Auf Wunsch entwickeln wir für Ihre Organisation massgeschneiderte Modelle, zum Beispiel eine Erkennung, die zusätzlich Krankheiten, Medikamente oder andere Fachbegriffe erkennt, oder ein auf Ihr Fachgebiet abgestimmtes Sprachmodell. Ein solches Training erfolgt ausschliesslich mit Daten, die Sie dafür bewusst bereitstellen, auf vertraglicher Grundlage, und das Ergebnis bleibt Ihrer Organisation vorbehalten.
Für die Beta anmeldenWer ist wofür verantwortlich?
Ihre Organisation entscheidet über Zweck und Mittel der Bearbeitung und bleibt für den Einsatz von DOBY verantwortlich. VectorAgency ist Auftragsbearbeiterin, wenn sie Daten für Sie bearbeitet, etwa bei DOBY-Cloud oder beim Cloud-Backup. Im BYOK-Kanal gehen Ihre Inhalte direkt vom Gerät an den KI-Anbieter, ganz ohne Umweg über unsere Server.
| Nutzung | Ihre Organisation | VectorAgency | KI-Anbieter |
|---|---|---|---|
| Reine lokale Nutzung | Verantwortliche | Softwareanbieterin ohne Zugriff auf Inhalte | Keiner beteiligt |
| BYOK mit eigenem API-Schlüssel | Verantwortliche | Auftragsbearbeiterin für die Schlüsselverwahrung | Auftragsbearbeiter Ihrer Organisation, direkter Vertrag erforderlich |
| DOBY-Cloud | Verantwortliche | Auftragsbearbeiterin für die Bearbeitung Ihrer Anfragen und Diktate. Konto- und Abrechnungsdaten bearbeitet VectorAgency als Verantwortliche in eigener Sache, siehe Datenschutzerklärung. | Schweizer Rechenzentrum als Unterauftragsbearbeiter |
| Cloud-Backup und Teilen | Verantwortliche | Auftragsbearbeiterin, speichert Inhalte nur verschlüsselt | Keiner beteiligt |
Diese Rollenteilung halten wir im Auftragsbearbeitungsvertrag (ABV) nach Art. 9 DSG fest, den wir vor Vertragsabschluss bereitstellen. Wie VectorAgency selbst Personendaten bearbeitet, etwa für Website und Kundenportal, steht in der Datenschutzerklärung.
Für öffentliche Organe gilt für die Rollenteilung zusätzlich das anwendbare kantonale Recht. Der ABV berücksichtigt dessen Vorgaben. Ihre Organisation bleibt für die Datenbearbeitung verantwortlich. VectorAgency bearbeitet Daten nur im vereinbarten Auftrag.
Nach welchen Prinzipien schützt DOBY Ihre Daten?
DOBY wurde von Grund auf für den vertraulichen Umgang mit Dokumenten entwickelt, von besonders schützenswerten Personendaten bis zu Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen. Drei Prinzipien bestimmen die Architektur.
-
Datenschutz ab Werk (Privacy by Design): Datenschutz ist bei DOBY das Grundprinzip der Architektur. Ihre Daten sind von Anfang an geschützt, mit den sichersten Voreinstellungen ab dem ersten Start.
-
Lokale Datenhoheit: Die aus Ihren Dokumenten gelesenen Texte speichert DOBY verschlüsselt und lokal auf Ihrem Gerät, nicht auf einem Server.
-
Nur Sie haben den Schlüssel (Zero-Knowledge): Ihre Dokumente, die Zuordnungstabelle und Backups sind verschlüsselt. Der Schlüssel dazu entsteht aus Ihrem persönlichen Wiederherstellungsschlüssel, den nur Sie besitzen. Es gibt keinen Masterkey und keine Hintertür. VectorAgency kann Ihre Originalinhalte zu keinem Zeitpunkt lesen. Die Administratorinnen und Administratoren Ihrer Organisation können jedoch alle Inhalte entschlüsseln, die Mitglieder Ihrer Organisation teilen, auch mit Partnerorganisationen. Dieser Zugriff dient der Wiederherstellung des Zugangs, wenn eine Person austritt oder ihren Zugang verliert, und der Aufsicht nach den internen Regeln Ihrer Organisation.
Die Seite Informationssicherheit bei DOBY beschreibt, wie DOBY diese Prinzipien technisch umsetzt. Sie erklärt die AES-256-Verschlüsselung, den Wiederherstellungsschlüssel und die technischen und organisatorischen Massnahmen.
Unterlagen für Ihre Prüfung
Für Datenschutz- und IT-Verantwortliche stellen wir auf Anfrage vertiefende Informationen und Nachweise für die technische, organisatorische und rechtliche Prüfung von DOBY bereit. Wer besonders schützenswerte Personendaten umfangreich bearbeitet, muss in der Regel eine Datenschutz-Folgenabschätzung erstellen (Art. 22 Abs. 2 Bst. a DSG). Private Verantwortliche führen zudem ein Bearbeitungsreglement (Art. 5 DSV). Unsere Unterlagen liefern Ihnen die Angaben zu DOBY, die Sie dafür brauchen.
DOBY senkt die massgeblichen Risiken an der Quelle: Originaldaten bleiben lokal, KI-Modelle sehen statt identifizierender Angaben nur Platzhalter, und mit DOBY-Cloud existiert ein Kanal ganz ohne Bekanntgabe ins Ausland.
Die Unterlagen beschreiben DOBY und seine Schutzmassnahmen. Sie dienen der Orientierung und ersetzen keine rechtliche Prüfung Ihres konkreten Einsatzes.
Häufige Fragen
DOBY verwendet Pseudonymisierung: Identifizierende Angaben werden durch Platzhalter ersetzt, wobei die Zuordnung verschlüsselt auf Ihrem Gerät gespeichert bleibt. Externe KI-Modelle erhalten die Zuordnungstabelle nicht. Aus den Platzhaltern allein lässt sich die betroffene Person nicht bestimmen. Im Gegensatz dazu ist Anonymisierung irreversibel, eine Wiederherstellung ist nicht mehr möglich. Pseudonymisierte Daten bleiben für Ihre Organisation Personendaten. Die Pseudonymisierung senkt das Risiko erheblich, ersetzt aber nicht die datenschutzrechtlichen Grundlagen für die Übermittlung, etwa den Vertrag mit dem KI-Anbieter.
Ja. DOBY wurde für Branchen entwickelt, die mit besonders schützenswerten Personendaten nach Art. 5 Bst. c DSG arbeiten. Für öffentliche Organe gilt das kantonale Recht, das von «besonderen Personendaten» spricht. In Chat-Eingaben und in Dokumenten, die Sie als sensibel markieren, ersetzt DOBY identifizierende Angaben wie Namen, Adressen oder AHV-Nummern lokal durch Platzhalter. Erst danach sendet DOBY den Text an ein KI-Modell. Inhalte wie Diagnosen oder Massnahmen der sozialen Hilfe bleiben nutzbar, lassen sich aber nicht mehr direkt einer Person zuordnen. Andere vertrauliche Stellen verbergen Sie manuell oder entfernen Sie, bevor Sie das Dokument genehmigen.
Originaldokumente und die Zuordnungstabelle bleiben lokal. DOBY-Cloud in der Schweiz erhält Ihre Anfragen (bei sensiblen Dokumenten nur mit Platzhaltern) oder eine Diktataufnahme. BYOK-Anfragen gehen direkt an den gewählten Anbieter. Für Abrechnung und Betrieb bearbeitet VectorAgency ausschliesslich Nutzungsdaten ohne Inhalte, etwa die Anzahl der Tokens und das verwendete Modell.
Kein Erkennungsmodell arbeitet fehlerfrei, auch unseres nicht. Gemessen mit synthetischen Testdaten, die nicht zum Training verwendet wurden, erreicht DOBY je nach Erkennungstyp eine Trefferquote von 95 bis 99,9 %. Dafür kombiniert DOBY drei automatische Erkennungsschichten: ein lokales Erkennungsmodell, regelbasierte Prüfungen (zum Beispiel der AHV-Prüfziffer) und eigene Listen mit bekannten Namen und Begriffen. Die Erkennung arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten, eine vollständige Erkennung kann nicht garantiert werden. Sie zielt zudem auf identifizierende Angaben: Vertrauliches ohne Personenbezug, etwa eine interne Kalkulation, markieren Sie manuell. Genau deshalb ist die vierte Schicht der Mensch: Sie kontrollieren jede Erkennung, korrigieren bei Bedarf, und erst wenn Sie das Dokument genehmigt haben, steht es für KI-Funktionen bereit.
Nein. Wir sammeln, analysieren oder monetarisieren Ihre Dokumente nicht und trainieren keine KI-Modelle damit. Bei sensiblen Dokumenten sehen die Anbieter zudem keine echten Namen oder Adressen, sondern nur Platzhalter. OpenAI, Anthropic und Google verwenden Daten aus kostenpflichtigen API-Zugängen gemäss eigenen Angaben nicht für das Training ihrer Modelle. Nutzen Sie für BYOK deshalb einen kostenpflichtigen Zugang. Bei Google ist dieser für Nutzende in der Schweiz vertraglich vorgeschrieben.
Das hängt vom gewählten KI-Kanal ab. Ihre Dokumente und die Zuordnungstabelle liegen lokal auf Ihrem Gerät. DOBY-Cloud bearbeitet Anfragen vollständig in der Schweiz, ohne Bekanntgabe ins Ausland. Auch Diktate werden dort transkribiert. Die Anbieter von Premium-Modellen bearbeiten BYOK-Anfragen ausserhalb der Schweiz, meist in den USA oder weltweit verteilt. Bei sensiblen Dokumenten erhalten sie nur die Fassung mit Platzhaltern.
In der Prüfansicht ist jede Erkennung farbig markiert. Eine falsche Markierung heben Sie auf, eine übersehene Angabe markieren Sie selbst und wählen den passenden Typ. Erst nach Ihrer Genehmigung steht das Dokument für KI-Funktionen bereit.
DOBY ist eine Desktop-App für macOS und Windows. Nach Installation und Anmeldung mit Ihrem DOBY-Konto ist DOBY-Cloud ohne weitere Einrichtung nutzbar: Sie brauchen keinen eigenen API-Schlüssel und kein Konto bei einem KI-Anbieter. Eigene API-Schlüssel (BYOK) für OpenAI, Anthropic oder Google sind optional und lassen sich jederzeit im Kundenportal hinterlegen.
Ihre Organisation bleibt verantwortlich und erfüllt Auskunfts-, Berichtigungs- und Löschbegehren. Weil Originaldaten lokal auf Ihren Geräten liegen, haben Sie dort die volle Kontrolle: Ihre Dokumente können Sie jederzeit exportieren oder die lokale Datenbank löschen. Chatverläufe und gespeicherte Erinnerungen sehen Sie direkt in der App ein. Konto- und Abrechnungsdaten bearbeitet VectorAgency als Verantwortliche in eigener Sache. Auskunfts- und Löschbegehren dazu beantworten wir direkt. Details stehen in der Datenschutzerklärung.
Wie VectorAgency selbst Personendaten bearbeitet: Datenschutzerklärung
Nein. Der Support arbeitet grundsätzlich ohne Zugriff auf Ihre echten Daten. Originaldokumente und die Zuordnungstabelle bleiben lokal auf Ihren Geräten und liegen nie im Klartext bei VectorAgency. Für die Fehleranalyse genügen in der Regel anonymisierte Angaben oder Testdaten.
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