Stand: 3. August 2026
KI im Unternehmen nutzen, ohne den Datenschutz aus der Hand zu geben
Unternehmen wollen mit KI arbeiten, ohne vertrauliche Inhalte ungeprüft an einen Cloud-Dienst zu übergeben. DOBY macht das möglich. Sie entscheiden bei jedem Dokument, was vertraulich ist. Identifizierende Angaben werden lokal auf Ihrem Gerät erkannt und pseudonymisiert, bevor ein Text ein KI-Modell erreicht. Diese Seite zeigt, wie DOBY sensible Daten schützt. Sie erfahren auch, wer beim KI-Einsatz welche Verantwortung trägt. Für öffentliche Organe richtet sich die rechtliche Beurteilung nach dem jeweils anwendbaren kantonalen Recht. Informationen darüber, wie VectorAgency selbst Personendaten bearbeitet, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
- verständliche Kategorien identifizierender Angaben
- 6
- Trefferquote der Erkennung, je nach Typ. Die Messung basiert auf synthetischen Testdaten ausserhalb des Trainingssets.
- 95 bis 99,9 %
- Schutzschichten greifen ineinander
- 4
- Prompts und Antworten, die wir speichern oder auswerten
- 0
Warum gehören vertrauliche Inhalte nicht direkt in ChatGPT?
Wenn Sie vertrauliche Inhalte im Klartext in ein öffentliches KI-Tool eingeben, geben Sie diese einem Drittunternehmen bekannt. Meist werden die Daten dabei in die USA übermittelt. Das betrifft Klienten- und Patientendaten sowie Personaldossiers, Verträge, Finanzzahlen, Kundeninformationen und interne Strategien. Sie verlieren damit die Kontrolle über Speicherung, Weiterverwendung und Zugriff. Das DSG verlangt bei besonders schützenswerten Personendaten erhöhte Sorgfalt und wirksame Schutzmassnahmen.
Bei Berufs- und Amtsgeheimnissen ist die Bekanntgabe besonders schwerwiegend. In Psychologie, Medizin, Sozialarbeit und Rechtsberatung kann bereits die Bekanntgabe an einen unbefugten Dritten eine Verletzung darstellen. Dies gilt unabhängig davon, was der KI-Anbieter mit den Daten macht.
Was sind besonders schützenswerte Personendaten?
Das Schweizer Datenschutzgesetz stellt bestimmte Datenkategorien unter besonderen Schutz. Wer diese Daten bearbeitet, trägt erhöhte Sorgfaltspflichten. Die Weitergabe an Dritte ist nur unter engen Voraussetzungen zulässig.
Besonders schützenswerte Personendaten sind Angaben über bestimmte oder bestimmbare Personen, die das DSG besonders schützt. Kantonale Datenschutzgesetze verwenden teilweise den Begriff «besondere Personendaten» und können dessen Umfang weiter fassen.
Religiöse, weltanschauliche, politische oder gewerkschaftliche Ansichten oder Tätigkeiten, etwa die Konfession im Personaldossier oder eine Gewerkschaftsmitgliedschaft.
Gesundheitsdaten und Angaben zur Intimsphäre sowie zur Zugehörigkeit zu einer Rasse oder Ethnie. Beispiele sind eine Diagnose in der Arztpraxis und ein Therapiebericht aus einem psychologischen Institut.
Genetische Daten wie Resultate von DNA-Analysen aus medizinischen Abklärungen oder Abstammungsgutachten.
Biometrische Daten wie Fingerabdrücke oder Gesichtserkennungsdaten, sofern sie eine Person eindeutig identifizieren.
Verwaltungs- und strafrechtliche Verfolgungen oder Sanktionen von der Anzeige über das laufende Verfahren bis zum rechtskräftigen Entscheid, etwa in Gutachten und Mandatsdossiers.
Massnahmen der sozialen Hilfe wie Sozialhilfebezug, Beistandschaften oder Heimplatzierungen, dokumentiert in Fallakten von Sozialdiensten, Entwicklungsberichten aus Wohngruppen und Heimen oder Akten der Kinder- und Jugendhilfe.
Das DSG verwendet den Begriff «besonders schützenswerte Personendaten». Für öffentliche Organe gilt das Datenschutzrecht des jeweiligen Kantons. Dort können sich Begriffe, Rechtsgrundlagen und Prüfpflichten unterscheiden. Besonders schützenswerte und besondere Personendaten erfordern erhöhte Schutzmassnahmen. Wenn private Organisationen eine Einwilligung benötigen, muss diese ausdrücklich erfolgen.
Ohne Schutzmassnahmen gehören besonders schützenswerte, besondere oder andere vertrauliche Inhalte nicht in KI-Tools wie ChatGPT. DOBY pseudonymisiert identifizierende Angaben aus sechs verständlichen Kategorien. Sie können die einzelnen Erkennungstypen für jedes Dokument steuern. Markieren Sie nicht erkannte Stellen manuell oder entfernen Sie diese Stellen vollständig. Das Beispiel auf der Startseite zeigt, wie die Pseudonymisierung im Alltag funktioniert.
Welche Datenkategorien als besonders schützenswert gelten, definiert Art. 5 lit. c DSG. Den kantonalen Begriff «besondere Personendaten» erläutert das Lexikon der Datenschutzbeauftragten des Kantons Zürich.
Was ist der Unterschied zwischen Pseudonymisierung und Anonymisierung?
Pseudonymisierung ersetzt identifizierende Angaben durch Platzhalter und bewahrt eine Zuordnungstabelle auf, mit der sich der Klartext wiederherstellen lässt. Anonymisierung ist irreversibel: Der Personenbezug wird endgültig entfernt und kann auch vom Urheber nicht wiederhergestellt werden.
Für die Fallarbeit ist Pseudonymisierung die praxistaugliche Form: Sie arbeiten intern mit vollständigen Akten, während das KI-Modell nur neutrale Platzhalter wie [PERSON_1] sieht. Entscheidend ist, wo die Zuordnungstabelle liegt. Bei DOBY bleibt sie verschlüsselt auf Ihrem Gerät.
Ohne die Zuordnungstabelle lassen sich die ersetzten Angaben nicht wiederherstellen. Diese Tabelle erreicht das KI-Modell zu keinem Zeitpunkt.
| Merkmal | Pseudonymisierung (DOBY) | Anonymisierung |
|---|---|---|
| Umkehrbarkeit | Ja, über die lokale Zuordnungstabelle | Nein, endgültig |
| Personenbezug für Externe | Durch Platzhalter deutlich erschwert, ein Restrisiko durch Kontext bleibt | Nicht herstellbar |
| Weiterarbeit mit der Akte | Möglich, Klartext bleibt lokal erhalten | Eingeschränkt, Bezug geht verloren |
| Was das KI-Modell sieht | Platzhalter wie [PERSON_1], [ADRESSE_2] | Keine oder nur generische Angaben |
Warum reicht es nicht, nur den Namen zu entfernen?
Ein Beispiel des EDÖB zeigt: Auch ohne Namen können wenige Einzelangaben eine Person eindeutig identifizieren. Wenn Sie die entsprechenden Kategorien aktivieren und die Erkennung bestätigen, ersetzt DOBY Angaben aus mehreren Kategorien. Dazu zählen etwa Personen und Merkmale, Adressen und Orte sowie Datums- und Altersangaben.
Im Originaltext
Frau, 42 Jahre, wohnhaft in einem kleinen Dorf, Behandlung wegen einer seltenen Erkrankung, Operationsdatum 12.07.2021.
Mit DOBY pseudonymisiert
Frau, [ALTER_1], wohnhaft in [ORT_1], Behandlung wegen einer seltenen Erkrankung, Operationsdatum [DATUM_1].
So bleibt die medizinische Aussage für das KI-Modell nutzbar, ohne dass sie sich ohne Weiteres einer realen Person zuordnen lässt.
Wie funktioniert die Pseudonymisierung in DOBY?
Vier Schutzschichten greifen ineinander: lokale Erkennung, zusätzliche Strukturprüfung, eigene Begriffslisten und Ihre Kontrolle. DOBY ersetzt erkannte Angaben durch konsistente Platzhalter. Erst nach Ihrer Bestätigung gibt die App das Dokument für KI-Funktionen frei. Der gesamte Vorgang läuft offline auf Ihrem Gerät.
DOBY erkennt Angaben aus sechs verständlichen Kategorien, darunter Personenbezüge, Kontakt- und Ortsangaben sowie Kenn- und Referenznummern. Die zugrunde liegenden Erkennungstypen bleiben in der App einzeln steuerbar.
Welche vier Schutzschichten greifen ineinander?
-
1. Lokale Erkennung
Erkennt unterschiedliche Arten identifizierender Angaben direkt auf Ihrem Gerät.
-
2. Zusätzliche Strukturprüfung
Prüft strukturierte Angaben wie Nummern, Datumsformate und Kontaktangaben zusätzlich.
-
3. Eigene Begriffslisten
Berücksichtigt Namen, Orte und Fachbegriffe, die für Ihre Organisation wichtig sind.
-
4. Ihre Kontrolle
Sie prüfen, ergänzen und bestätigen das Ergebnis, bevor Inhalte übertragen werden.
Was passiert nach der Erkennung?
Erkannte Angaben werden durch konsistente Platzhalter der Form [TYP_N] ersetzt, etwa [PERSON_1] oder [ADRESSE_2]. Dieselbe Person erhält im ganzen Dokument denselben Platzhalter, sodass das KI-Modell Zusammenhänge versteht, ohne Identitäten zu kennen. Getrennte Akten verwenden separate Platzhalter.
Sie prüfen jede Erkennung in der Oberfläche, korrigieren Fehler und bestätigen das Ergebnis. Die Erkennung arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten und nicht mit Gewissheit. Je nach Typ liegt die Trefferquote bei 95 bis 99,9 %. Die Prüfung ist deshalb ein fester Teil des Ablaufs und keine Formalität.
Die Messung basiert auf synthetischen Testdaten, die nicht im Trainingsset enthalten sind. Ohne menschliche Kontrolle kann DOBY keine 100-prozentige Erkennung garantieren.
Antworten der KI enthalten dieselben Platzhalter. DOBY löst sie ausschliesslich lokal wieder auf, zur Anzeige oder beim Export. Die Zuordnungstabelle, die Platzhalter und Klartext verbindet, bleibt dabei auf Ihrem Gerät und wird nie an ein KI-Modell gesendet.
Auch frei eingegebene Chat-Texte sind geschützt. DOBY pseudonymisiert Ihre Eingabe in beiden KI-Kanälen automatisch, bevor die App sie sendet. Wenn Sie eine Person aus einem Dokument nennen, mit dem der Assistent gerade arbeitet, verwendet DOBY denselben Platzhalter wie im Dokument. So bleibt der Zusammenhang erhalten. Neue Angaben erhalten ein temporäres Pseudonym.
Auch gescannte Dokumente bleiben lokal: Die Texterkennung (OCR) läuft vollständig auf dem Gerät und unterstützt Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch.
Wie die Zuordnungstabelle und die lokale Datenbank verschlüsselt sind, beschreibt die Seite Informationssicherheit bei DOBY.
Wie gelangen Inhalte zum gewählten KI-Modell?
Originaldokumente und die Zuordnungstabelle bleiben lokal. Je nach gewähltem Kanal verarbeitet DOBY Cloud in der Schweiz pseudonymisierte Anfragen oder Diktat-Audio. BYOK-Anfragen gehen direkt an den gewählten Anbieter.
Viele KI-Plattformen schalten einen zusätzlichen Inhaltsserver zwischen Sie und das Sprachmodell. DOBY trennt stattdessen die lokale Arbeit von den gewählten KI-Kanälen: Der Schutz und die Freigabe passieren auf Ihrem Gerät. Bei BYOK geht die pseudonymisierte Anfrage direkt an den gewählten Anbieter. DOBY Cloud verarbeitet freigegebene Inhalte auf Schweizer Infrastruktur.
Prompts und Antworten erreichen den Anbieter im Klartext: Der Schutz beruht auf dessen Zusagen, nicht auf der Architektur.
VectorAgency erhält keine BYOK-Prompts oder Antworten, nur inhaltsfreie Nutzungsmetadaten.
Bei BYOK gibt es keinen zusätzlichen Inhaltsproxy von VectorAgency. Im DOBY-Cloud-Kanal verarbeitet die Schweizer Infrastruktur pseudonymisierte Anfragen. Bei Diktaten verarbeitet sie während der Transkription auch die Diktataufnahme. Sie bestimmen vor der Übermittlung auf Ihrem Gerät, welche Daten der jeweilige Kanal erhält.
Wohin fliessen Ihre Daten?
DOBY ist eine Desktop-App für macOS und Windows und bietet zwei Wege für KI-Anfragen. Bei sensiblen Dokumenten geht nur die Fassung mit Platzhaltern direkt vom Gerät an den Anbieter. Sie wählen zwischen DOBY Cloud mit Open-Source-Modellen in der Schweiz und BYOK (Bring Your Own Key) mit Ihrem eigenen API-Schlüssel bei OpenAI, Anthropic oder Google. DOBY Cloud ist ohne eigenen API-Schlüssel und ohne separates Anbieterkonto sofort einsatzbereit, BYOK ist optional.
| Kanal | Was übermittelt wird | Verarbeitungsort | Drittstaatenübermittlung |
|---|---|---|---|
Lokal Import, OCR, Erkennung, Pseudonymisierung | Bei lokalen Funktionen wird nichts übermittelt. Alle Daten bleiben auf Ihrem Gerät. Wenn Sie optionale Cloud-Backups nutzen, liegen diese verschlüsselt auf einem Schweizer Server. | Ihr Gerät | Keine |
DOBY Cloud Open-Source-Modelle | Pseudonymisierte Anfragen, direkt vom Gerät | Schweiz, zertifizierte Rechenzentren | Keine |
BYOK OpenAI, Anthropic oder Google | Pseudonymisierte Anfragen, direkt vom Gerät | In der Regel USA | Ja, pseudonymisiert. Auftragsbearbeitungsvertrag und Standarddatenschutzklauseln (ABV/SVK) des Anbieters erforderlich |
Diktieren Sprache zu Text (DOBY Cloud) | Die Diktataufnahme wird direkt vom Gerät übermittelt. Die DOBY-Cloud-Infrastruktur transkribiert sie in der Schweiz. Danach läuft die Erkennung auf Ihrem Gerät. | Schweiz, gleiche Infrastruktur wie DOBY Cloud | Keine |
Auch die Aufbewahrung beim Anbieter unterscheidet sich je nach Kanal. DOBY Cloud verarbeitet Anfragen und Diktataufnahmen in der Schweiz und bewahrt die Inhalte nicht auf. Im BYOK-Kanal gilt das Vertragswerk des jeweiligen KI-Anbieters. Üblich ist eine zeitlich begrenzte Speicherung zur Missbrauchskontrolle. Gemäss den Angaben der Anbieter werden API-Daten standardmässig nicht für das Training verwendet.
Welche Daten bleiben auf Ihrem Gerät?
Verlässt das Gerät nie im Klartext
- Originaltexte und Falldaten der Dokumente, die Sie als sensibel markieren
- Die Zuordnungstabelle, die Platzhalter und Klartext verbindet
Verlässt das Gerät nur pseudonymisiert oder verschlüsselt
- KI-Anfragen bei sensiblen Dokumenten: Platzhalter statt Klartext
- Cloud-Backups: bereits auf Ihrem Gerät verschlüsselt
- Freigaben an andere: Ende-zu-Ende-verschlüsselt
Was als sensibel gilt, steuern Sie pro Dokument. Die automatische Erkennung zielt auf identifizierende Angaben aus den sechs beschriebenen Kategorien. Vertrauliches ohne Personenbezug, etwa eine Rezeptur, Preiskalkulation oder interne Strategie, erkennt DOBY nicht von selbst: Solche Stellen markieren Sie manuell, oder Sie verarbeiten das Dokument über DOBY Cloud, damit auch nicht pseudonymisierter Inhalt die Schweiz nicht verlässt und keinen Drittanbieter erreicht. Diktate folgen demselben Schweizer Weg: Die Aufnahme wird über die DOBY-Cloud-Infrastruktur zu Text, danach greift auf Ihrem Gerät die Erkennung wie bei getipptem Text. Nicht sensible Dokumente, etwa Vorlagen oder Handbücher, können Sie bewusst im Klartext senden.
Optionale Dienste wie das Cloud-Backup und das Teilen von Inhalten nutzen Schweizer Infrastruktur und speichern bei VectorAgency ausschliesslich verschlüsselte Daten. Details dazu finden Sie unter Informationssicherheit bei DOBY.
Werden Ihre Daten zum Training von KI-Modellen genutzt?
Nein. VectorAgency sammelt, analysiert oder verkauft Ihre Dokumente nicht und trainiert damit keine KI-Modelle. Die Inhalte Ihrer Dokumente können wir nicht im Klartext einsehen und deshalb auch nicht für Trainingszwecke verwenden.
Davon zu unterscheiden ist ein Training in Ihrem Auftrag: Auf Wunsch entwickeln wir für Ihre Organisation massgeschneiderte Modelle, zum Beispiel eine Erkennung, die zusätzlich Krankheiten, Medikamente oder andere Fachbegriffe erkennt, oder ein auf Ihr Fachgebiet abgestimmtes Sprachmodell. Ein solches Training erfolgt ausschliesslich mit Daten, die Sie dafür bewusst bereitstellen, auf vertraglicher Grundlage, und das Ergebnis bleibt Ihrer Organisation vorbehalten.
Für die Beta anmeldenWer ist wofür verantwortlich?
Ihre Organisation entscheidet über Zweck und Mittel der Bearbeitung und bleibt für den Einsatz von DOBY verantwortlich. VectorAgency ist Auftragsbearbeiterin, wenn sie Daten für Sie bearbeitet, etwa bei DOBY Cloud oder beim Cloud-Backup. Im BYOK-Kanal gehen Ihre Inhalte direkt vom Gerät an den KI-Anbieter, ganz ohne Umweg über unsere Server.
| Nutzung | Ihre Organisation | VectorAgency | KI-Anbieter |
|---|---|---|---|
| Reine lokale Nutzung | Verantwortliche | Softwareanbieterin ohne Zugriff auf Inhalte | Keiner beteiligt |
| BYOK mit eigenem API-Schlüssel | Verantwortliche | Auftragsbearbeiterin für die Schlüsselverwahrung | Auftragsbearbeiter Ihrer Organisation, direkter Vertrag erforderlich |
| DOBY Cloud | Verantwortliche | Auftragsbearbeiterin: Zugangsdaten und Nutzungskennzahlen | Schweizer Rechenzentrum als Unterauftragsbearbeiter |
| Cloud-Backup und Freigaben | Verantwortliche | Auftragsbearbeiterin, speichert nur Verschlüsseltes | Keiner beteiligt |
Für private Organisationen halten wir diese Rollenteilung im Auftragsbearbeitungsvertrag (ABV) nach Art. 9 DSG fest. Den ABV von VectorAgency stellen wir vor Vertragsabschluss bereit. Wie VectorAgency selbst Personendaten bearbeitet, etwa für Website und Kundenportal, steht in der Datenschutzerklärung.
Für öffentliche Organe richtet sich die Rollenverteilung zusätzlich nach dem anwendbaren kantonalen Recht. Ihre Organisation bleibt für die Datenbearbeitung verantwortlich. VectorAgency bearbeitet Daten nur im vereinbarten Auftrag.
Nach welchen Prinzipien schützt DOBY Ihre Daten?
DOBY wurde von Grund auf für den vertraulichen Umgang mit Dokumenten entwickelt, von besonders schützenswerten Personendaten bis zu Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen. Drei Prinzipien bestimmen die Architektur.
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Privacy by Design: Datenschutz ist kein nachträgliches Feature, sondern Grundprinzip. DOBY ist so gebaut, dass Ihre Daten von Anfang an geschützt sind – mit den sichersten Voreinstellungen ab dem ersten Start.
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Lokale Datenhoheit: Extrahierte Texte aus Ihren Dokumenten werden frei von identifizierenden Metadaten verschlüsselt und lokal auf Ihrem Gerät gespeichert.
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Zero-Knowledge-Architektur: Ihre Dokumente, die Zuordnungstabelle und Backups sind verschlüsselt. Sie sind nur mit Ihrem persönlichen Wiederherstellungsschlüssel zugänglich. Es gibt keinen Masterkey und keine Hintertür. VectorAgency kann Ihre Originalinhalte zu keinem Zeitpunkt lesen. Die Administratorin Ihrer Organisation kann jedoch organisationsinterne Freigaben entschlüsseln.
Die Seite Informationssicherheit bei DOBY beschreibt, wie DOBY diese Prinzipien technisch umsetzt. Sie erklärt die AES-256-Verschlüsselung, den Wiederherstellungsschlüssel und die technischen und organisatorischen Massnahmen.
Unterlagen für Ihre Prüfung
Für Datenschutz- und IT-Verantwortliche stellen wir auf Anfrage vertiefende Informationen und Nachweise für die technische, organisatorische und rechtliche Prüfung von DOBY bereit. Diese Unterlagen können auch eine Datenschutz-Folgenabschätzung unterstützen.
DOBY senkt die massgeblichen Risiken an der Quelle: Originaldaten bleiben lokal, KI-Modelle sehen statt identifizierender Angaben nur Platzhalter, und mit DOBY Cloud existiert ein Kanal ganz ohne Drittstaatenübermittlung.
Die Unterlagen beschreiben DOBY und seine Schutzmassnahmen. Sie dienen der Orientierung und ersetzen keine rechtliche Prüfung Ihres konkreten Einsatzes.
FAQ
DOBY verwendet Pseudonymisierung: Identifizierende Angaben werden durch Platzhalter ersetzt, wobei die Zuordnung verschlüsselt auf Ihrem Gerät gespeichert bleibt. Externe KI-Modelle erhalten die Zuordnungstabelle nicht. Aus den Platzhaltern allein lässt sich die betroffene Person nicht bestimmen. Im Gegensatz dazu ist Anonymisierung irreversibel, eine Wiederherstellung ist nicht mehr möglich.
Ja. DOBY wurde für Branchen entwickelt, die mit besonders schützenswerten Personendaten nach Art. 5 DSG arbeiten. Für öffentliche Organe gelten die Begriffe und Vorgaben des jeweiligen kantonalen Rechts. DOBY ersetzt identifizierende Angaben wie Namen, Adressen oder AHV-Nummern lokal durch Platzhalter. Erst danach sendet DOBY den Text an ein KI-Modell. Inhalte wie Diagnosen oder Massnahmen der sozialen Hilfe bleiben nutzbar, lassen sich aber nicht mehr direkt einer Person zuordnen. Andere vertrauliche Stellen verbergen Sie manuell oder entfernen Sie vor der Freigabe.
Originaldokumente und die Zuordnungstabelle bleiben lokal. Je nach gewähltem Kanal verarbeitet DOBY Cloud in der Schweiz pseudonymisierte Anfragen oder Diktataufnahmen. BYOK-Anfragen gehen direkt an den gewählten Anbieter. Für Abrechnung und Betrieb verarbeitet VectorAgency ausschliesslich inhaltsfreie Nutzungsmetadaten, etwa die Anzahl der Tokens und das verwendete Modell.
Kein Erkennungsmodell arbeitet fehlerfrei, auch unseres nicht. Auf synthetischen Testdaten (nicht im Trainingsset) erreicht DOBY je nach Entitätstyp eine Trefferquote von 95 bis 99.9 % und kombiniert dafür drei automatische Erkennungsschichten: ein lokales KI-Modell, regelbasierte Prüfungen (z.B. der AHV-Prüfziffer) und eigene Begriffslisten für bekannte Begriffe. Die Erkennung arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten, eine vollständige Erkennung kann nicht garantiert werden. Sie zielt zudem auf identifizierende Angaben: Vertrauliches ohne Personenbezug, etwa eine interne Kalkulation, markieren Sie manuell. Genau deshalb ist die vierte Schicht der Mensch: Sie kontrollieren jede Erkennung, korrigieren bei Bedarf, und erst nach Ihrer Bestätigung wird das Dokument für KI-Funktionen freigegeben.
Nein. Wir sammeln, analysieren oder monetarisieren Ihre Dokumente nicht und trainieren keine KI-Modelle damit. Bei sensiblen Dokumenten sehen die Anbieter zudem keine echten Namen oder Adressen, sondern nur Platzhalter. OpenAI, Anthropic und Google verwenden API-Daten gemäss eigenen Angaben standardmässig nicht für das Training ihrer Modelle.
Das hängt vom gewählten KI-Kanal ab. Ihre Dokumente und die Zuordnungstabelle liegen lokal auf Ihrem Gerät. DOBY Cloud verarbeitet Anfragen vollständig in der Schweiz, ohne Drittstaatenübermittlung. Auch Diktate werden dort transkribiert. Die Anbieter von Premium-Modellen verarbeiten BYOK-Anfragen in der Regel in den USA. Bei sensiblen Dokumenten erhalten sie nur die Fassung mit Platzhaltern.
Sie korrigieren fälschlich erkannte oder übersehene personenbezogene Angaben direkt in der Prüfansicht.
DOBY ist eine Desktop-App für macOS und Windows. Nach Installation und Anmeldung mit Ihrem DOBY-Konto ist DOBY Cloud ohne weitere Einrichtung nutzbar: Sie brauchen keinen eigenen API-Schlüssel und kein Konto bei einem KI-Anbieter. Eigene API-Schlüssel (BYOK) für OpenAI, Anthropic oder Google sind optional und lassen sich jederzeit im Kundenportal hinterlegen.
Ihre Organisation bleibt verantwortlich und erfüllt Auskunfts-, Berichtigungs- und Löschbegehren. Weil Originaldaten lokal auf Ihren Geräten liegen, haben Sie dort die volle Kontrolle: Ihre verschlüsselte Datenbank können Sie jederzeit exportieren oder löschen. Für serverseitig gespeicherte Konto- und Abrechnungsdaten gelten die Regelungen im Auftragsbearbeitungsvertrag.
Wie VectorAgency selbst Personendaten bearbeitet: Datenschutzerklärung
Nein. Der Support arbeitet standardmässig ohne Zugriff auf Ihre echten Klientendaten. Originaldokumente und die Zuordnungstabelle bleiben lokal auf Ihren Geräten und liegen nie im Klartext bei VectorAgency. Für die Fehleranalyse genügen in der Regel anonymisierte Angaben oder Testdaten.
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